Unser Erste - Hilfe - Kurs

„Retten – helfen – trösten“

Bei den Kinder aus dem ev.-luth. Kindergarten in Wiesedermeer dreht sich in diesen Wochen alles um Pflaster, Verbände, Notarzt und Rettungswagen. Denn sie setzen sich intensiv mit dem Projekt „Retten – helfen – trösten“ auseinander.

Auf dem Flur liegt der Teddybär und hat sich verletzt. Sofort eilen die Kinder zur Hilfe und schauen, was dem kleinen Patienten fehlt. Sie tragen ihn in die kleine Kindergarten-Arzt-Praxis und sprechen beruhigend auf ihn ein. Aus einem Notarztkoffer holen sie einen Mundschutz, Einmalhandschuhen und mit dem Stethoskop wird der Teddybär abgehört und untersucht. Die Verletzungen werden mit Wundauflagen, Verbänden und Pflaster versorgt. Mit dem Spielzeugtelefon wählen sie dann sofort die Notfallnummer und erzählen, was passiert ist, wo es passiert ist und wie viele Verletzte es gibt. Anschließend wird der kleine Patient vom Rettungswagen abgeholt und nach der Erstversorgung durch die kleinen Rettungshelfer in das Krankenhaus gebracht.

Die Kinder wissen genau, was bei einem Notfall zu tun ist. Die zukünftigen Schulkinder aus dem Kindergarten in Wiesedermeer haben in einem mehrtägigen „Erste-Hilfe-Kurs“ die grundlegenden Kenntnisse und Fähigkeiten für die Erste Hilfe erfahren. Einmal in der Woche haben sie dafür Besuch von den ehrenamtlichen Jugendleitern des Jugendwerks aus Wittmund bekommen. Auf spielerische Weise haben die Jugendlichen um Jurij Ils und die Mitarbeiter vom Jugendwerk den Kindern vermittelt, was in einem Notfall zu tun ist. Die Ruhe zu bewahren, den Verletzten zu beruhigen, ihn zu trösten. Gemeinsam wurde überlegt, wie können die Kinder Hilfe holen für den Verletzten. Die Schulkinder wissen im Ernstfall, welche Notfallnummer sie rufen müssen und kennen die drei wichtigen Fragen: Wo ist es passiert? Was ist passiert? Wie viele Verletzte gibt es?

In kleinen Rollenspielen haben die Kinder sich gegenseitig verarztet und dabei unter der Anleitung von Erste Hilfe Ausbilder Jurij Ils gelernt , kleine Verletzungen mit einer Wundauflage, Verband und Pflaster zu versorgen. Mit Mullbinden aus gespendeten Erste-Hilfe- Kästen wurden dann Armverbände angelegt. Dabei haben die Kinder darauf geachtet, den Verletzten zu beruhigen und ihn zu trösten.

Im letzten Teil des „Erste-Hilfe-Kurs“ wurde es dann richtig aufregend für die Schulkinder. Was ist zu tun, wenn ein Verletzter ohne Bewusstsein ist und nicht mehr ansprechbar? Eine sehr ernste und bedrohliche Situation. Jurij Ils und die Jugendlichen vom Jugendwerk zeigten den Kindern, wie sie sich in so einem Moment zu verhalten haben. In so einem Fall wissen die Kinder, dass sie einen Verletzten in die stabilen Seitenlage bringen müssen. Gegenseitig haben die Kinder das immer wieder miteinander geübt.

Die zukünftigen Schulkinder haben auf der spielerischen Auseinandersetzung wichtige Verhaltensregeln erlernt für den Umgang mit dem Notruf und der Ersten Hilfe. Das Erkennen von Gefahrenquellen gehörte ebenso dazu, wie das Trösten eines Verletzten oder die Grundlagen der Wundversorgung und Hygiene. Die kleinen Ersthelfer haben wichtige soziale Kompetenzen erlangt und gelernt, auch in ernsten Situationen Verantwortung für ihre Mitmenschen zu übernehmen.